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Fachbeschreibung: Kosten- und Leistungsrechnung
Inhalt
Vorlesungsgliederung

Ausbildungsziel ist die Vermittlung der Fähigkeit zum Einsatz
des Instrumentariums der Kosten- und Leistungsrechnung in der betrieblichen Praxis. Dies
setzt voraus, daß die von Unternehmensprozessen ausgehenden Kosten- und
Leistungswirkungen festgestellt und beurteilt werden können. Hierzu wird das
fachspezifische Wissen aus dem Bereich der Kosten- und Leistungsrechnung vermittelt. Es
erstreckt sich auf die Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung, die Kenntnis
alternativer Kosten- und Leistungsrechnungssysteme, auf die Bereiche Planung, Erfassung,
Verrechnung und Kontrolle der Kosten und die kurzfristige Erfolgsrechnung.

Die Kosten- und Leistungsrechnung als Teilgebiet der Allgemeinen
Betriebswirtschaftslehre wird alle drei Semester im Rahmen einer dreistündigen Vorlesung
mit begleitender Übung angeboten.

Ausbildungsinhalte sind Grundlagen, Kostenrechnungssysteme,
Kostenplanung, Kostenerfassung, Kostenverrechnung, Kostenkontrolle und kurzfristige
Erfolgsrechnung.
Die Grundlagen der Kosten- und Leistungsrechnung betreffen die
zentralen Aufgaben der Lenkung, Kontrolle und Dokumentation, die kostenrechnerischen
Grundbegriffe mit Abgrenzung zu entsprechenden Begriffen der Gewinn- und Verlustrechnung
und der Einnahmen- und Ausgabenrechnung sowie die produktions- und kostentheoretischen
Grundlagen. In dem Abschnitt über Kostenrechnungssysteme werden theoretische und
in der Praxis angewandte Kostenrechnungssysteme, wie die Normalkostenrechnung, die
flexible Plankostenrechnung, die Grenzplankostenrechnung, die Einzelkosten- und
Deckungsbeitragsrechnung sowie die neueren Verfahren der Prozeßkostenrechnung (activity
based costing) und der Zielkostenrechnung (target costing) behandelt. Einen Schwerpunkt
bildet die Kostenplanung mit Darstellung der Planungsgrundlagen, der
Planungsverfahren sowie der Planung der Produkteinzelkosten, der beschäftigungsvariablen
und der -fixen Produktgemeinkosten. Bei der Darstellung der Kostenerfassung werden
Verfahren der ein- und mehrdimensionalen Dokumentation der Kostengrößen verdeutlicht.
Die Kostenverrechnung zeigt die Verfahren der innerbetrieblichen
Leistungsverrechnung und die Verrechnung der Kosten auf die Produkte im Rahmen
alternativer Kalkulationsverfahren auf. Die Kostenkontrolle erstreckt sich auf die
Ermittlung und Analyse der Abweichungen zwischen den in einer Periode entstandenen
Istkosten und den entsprechenden Sollkosten. Sie wird getrennt für die
Produkteinzelkosten, die beschäftigungsvariablen und die beschäftigungsfixen
Produktgemeinkosten diskutiert. Die kurzfristige Erfolgsrechnung richtet sich auf
vergangenheitsbezogene Betriebsergebnisrechnungen unter Anwendung des Gesamtkosten- und
des Umsatzkostenverfahrens sowie auf die zukunftsbezogene Erfolgs- und
Deckungsbeitragsrechnung (Artikelergebnisrechnung, geschlossene
Kostenträgererfolgsrechnung).
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